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Schlittenhund

Sofern man einen Hund mit einem Geschirr und Leinen vor einem Hundeschlitten spannt, bezeichnet man ihn als Schlittenhund. Schlittenhunde sollten Eigenschaften wie Ausdauer und Kälteunempfindlichkeit aufweisen. Es gibt spezielle Hunderassen, die als Schlittenhunde ihren Einsatz finden. Generell kann aber jeder mittelgroßer Hund für diese Tätigkeiten eingesetzt werden.

Typische Schlittenhunde weisen raues, gerades sowie dicht anliegendes Fell mit dichter Unterwolle auf. Sie sind bis zu 70 cm groß und bis zu 45 kg schwer.

Dadurch, dass die Schlittenhundrennen immer mehr an Aufmerksamkeit verloren, wurden die Arbeitstiere auch für Shows eingesetzt. Schlittenhunde müssen körperliche sowie mentale Fähigkeiten haben. Mit körperlichen Fähigkeiten meint man das optimale Training, in dem der Hund den Schlitten innerhalb von 24 Stunden 200 km lang zieht. Der Hund sollte einen sehr guten Laufwillen haben. Dieser führt dazu, dass sie sich körperlich sehr beanspruchen können und mit den klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Die gegebenen Kommandos müssen die Schlittenhunde verstehen und ausführen. Zusätzlich müssen sie unter Umständen den richtigen Weg finden können. Diese Hunde laufen durchschnittlich bei Kurzrennen 32 bis 40 km/h, bei Langstrecken 16 bis 23 km/h.

Schlittenhunde sind sehr sozial, sind bei Schmerzen eher unempfindlich und haben ein gutes Herz- Kreislauf- System, mit dem sie einen Stoffwechsel entwickeln, bei denen sie trotz der großen Anstrengung mit wenig Essen auskommen.

Das Schlittenhundgespann (Team) muss aus mindestens zwei Hunden und kann bis zu über zwölf Hunden bestehen. Meist spannt man sie als Doppelgespann ein. In diesem Team haben die Hunde spezielle Positionen: Leader, der Leithund und erste Hund in dem Gespann (zwei Leader sind auch möglich); Wheeler, der Hund direkt vor dem Schlitten sowie Swinger, alle anderen Hunde im Gespann.

Der Fahrer des Gespanns wird als Musher bezeichnet. Dieser gibt Befehle an den/die Leader, welche sie ausführen müssen. Diese Position hat sehr hohe Ansprüche, da sie zusätzlich auch das Tempo bestimmen und das gesamte Team motivieren sollten. Meist müssen sie den Weg jedoch alleine finden, der Musher greift nur in bestimmten Situationen mit den entsprechenden Kommandos ein. Da sie aber ein ausgesprochenes guten Orientierungs- und Erinnerungsvermögen besitzen, erkennen sie einen alten Weg, den sie vor Jahren gelaufen sind, wieder.

Die Wheeler sind meist körperlich gesehen am Stärksten und müssen somit nicht unbedingt mentale Fähigkeiten aufweisen. Es können auch Hunde in dieser Position eingesetzt werden, die ihren eigenen Weg gehen wollen, da sie durch die vorderen Hunde daran gehindert werden.

Jeder Hund kennt seine genaue Position, ist der Einsatz jedoch intensiv, ist es sinnvoll, dass die jeweiligen Plätze der nebenher laufenden Hunde regelmäßig gewechselt werden. Diesen Vorgang mögen die Hunde oftmals nicht gerne. Somit verhindert man jedoch einen Fellverschleiß, da die Hunde immer ein wenig schräg zur Laufrichtung laufen.

Zu den typischen Schlittenhunderassen gehört der Grönlandhund, Alaskan Malamute, Siberian Husky, Kanadischer Eskimohund sowie Samojede.