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Norwegischer Lundenhund

Der Norwegische Lundenhund hat seinen Ursprung in Norwegen und wurde zur Jagd auf eine Vogelart, den Papageitaucher, eingesetzt. Als man jedoch anfing, die Vögel mit Netzen zu fangen, wurden die Hunde überflüssig. Sie waren verwildert und als man dann noch die Hundesteuer einführte, war kaum noch einer dieser Hunde auf den Inseln Røst und Værøy. In dem Ort Måstad waren sie allerdings auf die Hunde angewiesen und setzten eine Steuerermäßigung durch. Es war der einzige Ort, wo diese Hunde noch existierten. Eine Eleonora Christi erfuhr von dem Schicksal dieser Hunderasse und bewahrte diese vor dem Aussterben, da sie die Rasse mit drei Hündinnen und einen Rüden wieder neu aufbaute. Wie es sich herausstellte, war dieser Zeitpunkt sehr günstig, da nach drei Jahren alle Hunde an der Staupe (Viruserkrankung) erkrankten und daran starben.

Er wird bis zu 38 cm groß und bis zu 7 kg schwer. Sein Fell, welches kurz und kräftig ist, mit weicher Unterwolle wird in der Farbe weiß mit dunklen Abzeichen gehalten. Seine Rute kann er in zwei Varianten tragen, entweder leicht gerollt über dem Rücken oder hängend.

Der Norwegische Lundenhund hat einige Besonderheiten: Seine Vorderläufe kann er dank seinem Schultergürtel seitlich in einem Winkel von 90° von sich wegstrecken. Zusätzlich kann er seinen Kopf stark nach hinten biegen, um sich so kleiner machen zu können. Das ist jedoch nicht das Einzige, in seinem Kiefer befinden sich bis zu acht Backenzähnen weniger als bei normalen Hunden, um somit bei der Jagd die Papageitaucher nicht zu verletzten. Um seine Ohren vor Schmutz und Wasser zu schützen, klappt er seine aufrecht stehenden Ohren zu. Dies ist durch eine Querfalte im Ohrenknorpel möglich. Die letzte Besonderheit ist, dass er an seinen Vorder- sowie Hinterläufen sechs Zehen besitzt.

Man setzt den Norwegischen Lundenhund, wie oben beschrieben, als Jagdhund auf Papageitaucher ein. Vom Wesen her ist er wachsam und lebhaft. Er ist stets freundlich und versteht sich auch gut mit Kindern. Zu beachten ist jedoch, dass er ein sensibler und etwas scheuer Hund ist.